Trotz des schönen Klangs dieses Wortes, wäre es einfacher zu beschreiben, was «Unglück» bedeutet. Davon sind die Nachrichten voll! Oder ist Glück ganz einfach nur die Abwesenheit von Unglück? Ich glaube nicht, oder besser: nicht nur! Denn wer Unglück erlebt hat, ist einfach nur glücklich, es überwunden zu haben und weiss um die Zerbrechlichkeit menschlichen Glücks. In freiheitlich-demokratischen Gesellschaften, zu deren Fundament ein gewisser Wohlstand für möglichst alle gehört, wird Glück zu einem individuellen Glücksgefühl, das die meisten Menschen in tragenden menschlichen Beziehungen erfahren: Liebes-, Ehe-, Familien- und Kinderglück. Es steht ja schon in der Bibel: «Zwei haben es besser als einer allein, denn sie haben einen guten Lohn für ihre Mühe. Wenn sie fallen, kann der eine seinem Gefährten aufhelfen...Auch ist zweien warm, wenn sie sich schlafen legen. Doch einer allein, wie kann ihm warm werden?» (Kohelet 4, 9 -11). Die Wärme zwischen zwei Menschen – ein schönes Bild für Glück! Nicht das einzige allerdings, denn es gab und gibt Menschen, die ihr Glück auch in der Einsamkeit finden, in ihrem Glauben, in der Natur oder in ihrer sinnvollen Tätigkeit für andere. Damit die verschiedenen Wege zum Glück für möglichst alle offen sind und bleiben, braucht es Menschen, die sich in den Dienst der Allgemeinheit stellen und in der gemeinnützigen Arbeit Glück erfahren. Und da ist auch gleich die Frage: Wo kann ich mithelfen, damit sich Glück vervielfacht? Getreu der Erfahrungsweisheit: Geteiltes Leid ist halbes Leid – geteiltes Glück ist doppeltes Glück!
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